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Ratgeber aus der Trattoria-Küche

Handgemachte Pasta erkennen

Frische Pasta verrät sich an der Oberfläche, an der Garzeit und am Biss. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie beim Essen achten können – und was bei uns in der Küche an der Marlesgrube dafür passiert.

Di bis So geöffnet Pasta aus eigener Küche

Frische Pasta und Trockenware sind zwei verschiedene Lebensmittel, auch wenn beide Nudeln heißen. Der Unterschied beginnt beim Teig und endet erst auf dem Teller: bei der Oberfläche, die Sauce aufnimmt, bei einer Garzeit von wenigen Minuten und bei einem Biss, der weich nachgibt statt zu brechen.

Pasta im Haus gemacht, nicht zugekauft
Garzeit zwei bis vier Minuten
Form und Sauce aufeinander abgestimmt
Mittagstisch Di bis Fr 12:00–14:30

In unserer Küche

Teig, Eier und Walzen

Wir setzen den Teig am Vormittag an, bevor der Mittagstisch beginnt, und arbeiten ihn in kleinen Portionen durch – große Mengen auf einmal lassen sich nicht gleichmäßig ausrollen.

Der Teig

Grieß und Mehl, Eier, etwas Salz, sonst nichts. Der Teig wird geknetet, bis er sich glatt anfühlt, und ruht abgedeckt, damit sich das Mehl vollständig vollsaugt. Erst dann lässt er sich dünn ausrollen, ohne zu reißen.

Die Eier

Eier geben dem Teig Farbe, Bindung und Geschmack. Ein eierreicher Teig wird nach dem Garen gelblich und weich; ein reiner Wasserteig bleibt blässer und fester. Wer genau hinsieht, erkennt das schon am rohen Band.

Die Walze

Statt eines Extruders aus Stahl läuft der Teig bei uns stufenweise durch die Walze, bis die Bahn beinahe durchscheinend ist. Geschnitten wird von Hand – deshalb ist nicht jedes Band millimetergleich.

Das Paar auf dem Teller

Form und Sauce gehören zusammen

Keine Form passt zu jeder Sauce. In Italien entscheidet nicht der Geschmack allein, sondern die Frage, wie viel Sauce eine Oberfläche halten kann, ohne dass der Rest im Teller zurückbleibt.

Tabelle waagerecht wischen

FormOberfläche und SchnittTrägt am besten
Tagliatellebreites, raues Band aus eierreichem TeigRagù und sahnige Saucen, die am Band haften
Tagliolinischmal geschnitten, sehr dünn ausgerolltleichte Saucen mit Butter, Zitrone oder Kräutern
Pappardellezwei bis drei Zentimeter breite Streifen mit welligem Randlange geschmorte Saucen mit Stücken
Ravioligefüllte Kissen, am Rand von Hand verschlossenwenig Sauce, meist nur Butter und Salbei
Gnocchiweiche Kartoffelstücke mit GabelrillenTomate oder Gorgonzola, die sich in die Rillen setzen
Strozzapretigedrehte Röllchen mit rauer Oberflächekörnige Saucen mit Gemüse oder Wurstbrät

Unser Maßstab

Wir rollen für jeden Dienst neu aus

Was mittags auf den Teller kommt, wurde am selben Tag geschnitten. Deshalb ist unsere Karte bei der Pasta kurz – wir machen nur, was wir in einem Dienst auch verarbeiten.

Die Küche ansehen

In unserer Küche

Vom Teig zum Teller

Wer weiß, wie frische Pasta entsteht, erkennt sie auch auf dem Teller wieder. Bei uns beginnt der Tag am Vormittag mit dem Teig, lange bevor die ersten Mittagsgäste kommen.

Fünf Arbeitsschritte liegen zwischen Hartweizengrieß und dem Moment, in dem die Nudel in die Sauce geschwenkt wird – jeder davon hinterlässt eine Spur, die Sie sehen, riechen und schmecken können.

Langer Holztisch für acht Personen in der Trattoria, eingedeckt mit Gläsern, Weißbrot, Olivenöl und Oliven

Grundlage ist Hartweizengrieß, der Semola genannt wird: grob gemahlener Weizen, der dem Teig Biss gibt. Für Bandnudeln kommen Eier dazu, für die eifreien Sorten wie Orecchiette nur Wasser und Salz. Geknetet wird von Hand, bis die Oberfläche glatt und nicht mehr klebrig ist.

Gut zu wissen beim Bestellen

Nicht jede Sorte ist jeden Tag im Haus – wir machen die Pasta am Vormittag und in begrenzter Menge, deshalb wechselt das Angebot. Fragen Sie das Servicepersonal, welche Form heute frisch ist. Über den Mittagstisch von Dienstag bis Freitag, 12:00 bis 14:30, läuft meist eine Bandnudel, weil sie am schnellsten gart. Gefüllte Pasta für größere Gruppen planen wir gern vorab ein, wenn Sie uns bei der Reservierung Bescheid geben.

Lust auf hausgemachte Pasta?

Reservieren Sie Ihren Tisch und probieren Sie den Unterschied selbst.