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Offene Trattoria-Küche mit brennendem Kuppel-Holzofen, Marmorarbeitsfläche mit Mehl und Teigballen sowie einem Pizzaschieber.

Trattoria-Küche in der Lübecker Altstadt

Alles von Hand, jeden Tag neu

Wir machen Pastateig, Saucen und Pizzateig selbst, in kleinen Mengen und frisch für den jeweiligen Service. Gekocht wird auf Bestellung, nicht auf Vorrat.

Marlesgrube 14, Lübeck Di bis So geöffnet Montag Ruhetag
Pastateig täglich frisch angesetzt
Holzofen vor jedem Service angefeuert
Jede Pizza einzeln gebacken
Allergene auf Nachfrage im Haus

Arbeitsweise

Kleine Mengen statt großer Vorräte

Unsere Küche ist klein, und genau danach richten wir uns: Wir setzen Teige und Saucen in Mengen an, die ein Service braucht, und rechnen am nächsten Morgen neu. Was am Mittag ausgeht, kommt am Abend frisch nach – lieber ein Gericht weniger auf der Tafel als eines, das seit zwei Tagen im Kühlhaus steht.

Vormittags vorbereiten

Bevor um 12:00 die ersten Gäste kommen, sind Teig, Sugo und Antipasti fertig. Geschnitten wird, was der Service braucht, nicht die ganze Woche.

Mittags und abends kochen

Pasta kommt erst nach der Bestellung ins Wasser, die Pizza erst dann in den Ofen. Dadurch dauert ein Tisch ein paar Minuten länger – und das Gericht kommt heiß.

Täglich nachrechnen

Am nächsten Morgen entscheidet die Resteschale mit, was angesetzt wird. So bleibt die Karte überschaubar und die Ware frisch.

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    7:30 Uhr – Anlieferung und Sichtung

    Gemüse, Salate und Kräuter kommen als Erstes an. Jede Kiste wird geöffnet und durchgesehen, bevor sie in den Kühlraum geht. Was nicht überzeugt, geht zurück – und die Tageskarte wird entsprechend angepasst, statt eine Zutat zu verwenden, die wir selbst nicht essen würden.

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    8:00 Uhr – Der Pastateig

    Der Teig wird am frühen Morgen angesetzt: Hartweizengrieß und Eier für die Bandnudeln, Weizenmehl und Wasser für die eifreien Formen. Nach dem Kneten ruht er mindestens eine halbe Stunde abgedeckt im Kühlen, damit sich das Klebereiweiß entspannt. Ohne diese Ruhezeit zieht sich der Teig beim Auswalzen zusammen und reißt.

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    8:30 Uhr – Soffritto und Saucen

    Parallel beginnen die langen Sachen: Das Soffritto, die fein gewürfelte Grundlage aus Zwiebel, Karotte und Staudensellerie, zieht in Olivenöl langsam Farbe. Darauf bauen Ragù und Sugo auf, die anschließend zwei bis vier Stunden bei kleiner Hitze einkochen.

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    9:00 Uhr – Pizzateig und Stückgare

    Der Pizzateig vom Vortag kommt aus der Kühlung zum Temperieren. Frischer Teig wird neu angesetzt, geknetet, in Kugeln von rund 250 Gramm abgewogen und zur Stückgare gestellt. Er reift insgesamt mindestens 24 Stunden.

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    10:00 Uhr – Holzofen anfeuern

    Der Ofen wird mit Buchenholz angefeuert. Er braucht etwa zwei Stunden, bis die Kuppel abgerußt ist und der Backstein gleichmäßig heiß durchgezogen ist. Erst dann backt eine Pizza in neunzig Sekunden, ohne außen zu verbrennen und innen teigig zu bleiben.

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    11:30 Uhr – Mise en place

    Alle Posten richten ihre Station ein: Pasta portioniert, Saucen auf Temperatur, Antipasti angerichtet, Belag geschnitten. Mise en place heißt wörtlich „an seinen Platz gestellt“ – ist sie sauber, geht der Mittagstisch ohne Hektik durch.

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    12:00 Uhr – Service

    Ab jetzt wird nur noch à la minute gekocht, also erst auf Bestellung. Pasta geht frisch ins Wasser, Pizza frisch in den Ofen. Nach dem Mittag wird wieder aufgefüllt und neu vorbereitet, bevor um 17:30 Uhr der Abendservice beginnt.

Handwerk

Drei Teige, drei Handgriffe

Pastateig, Pizzateig und Mürbeteig für die Dolci haben kaum etwas gemeinsam. Jeder hat sein eigenes Mehl, seine eigene Knetzeit und seine eigene Temperatur. Wer einen davon wie den anderen behandelt, merkt es spätestens auf dem Teller.

Für Bandnudeln wie Tagliatelle und Pappardelle arbeiten wir mit Hartweizengrieß und ganzen Eiern, ohne Wasser. Der Teig wird von Hand zusammengeführt und etwa zehn Minuten geknetet, bis er sich glatt anfühlt und beim Eindrücken zurückfedert. Nach der Ruhezeit läuft er portionsweise durch die Nudelmaschine, mehrfach von der dicksten zur dünnsten Stufe. Für gefüllte Formen wie Ravioli walzen wir dünner aus, weil hier zwei Teiglagen aufeinanderliegen. Frische Pasta kocht dadurch in zwei bis vier Minuten statt in zehn.

Lust, unsere Küche selbst zu probieren?

Wir decken Ihnen gern einen Tisch und bringen frischen Pastateig und Holzofen auf Ihren Teller.